Wie Privatanleger am Rohstoffhandel teilnehmen können

Rohstoffe gehören zu den ältesten Handelsgütern der Menschheitsgeschichte. Bereits in der Antike gab es in Sumer eine der ältesten Rohstoffbörsen. Heutzutage werden Rohstoffe an den Börsen vor allem in den Kategorien Metallrohstoffe, Agrarrohstoffe, Rohstoffe aus dem Energiesektor und Viehbestand gehandelt.

Auch Privatanleger können mit Rohstoffen handeln und sich dabei die Preisschwankungen der einzelnen Rohstoffe zu Nutze machen. Um in Rohstoffe zu investieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Per CFD mit Rohstoffen handeln

Wer vor allem an der Wertentwicklung von bestimmten Rohstoffen wie etwa Gold oder Öl teilhaben möchte, kann diese Rohstoffe über CFDs kaufen. Der Anleger besitzt den Rohstoff nicht physisch, sondern partizipiert an der Preisentwicklung des entsprechenden Rohstoffs.

Neben einer 1:1 Anlage in einen bestimmten Rohstoff sind auch spekulative Anlagen mit CFDs möglich. So würde etwa ein CFD mit dem Hebel 30 gleich einen Gewinn von 30 Prozent erzielen, wenn der Preis des Rohstoffs nur um 1 Prozent ansteigen würde.

Rohstoffaktien

Rohstoffaktien sind eine Investitionsmöglichkeit für alle, die nicht direkt in bestimmte Rohstoffe, sondern in Unternehmen investieren möchten, die direkt an der Produktion oder dem Handel mit Rohstoffen beteiligt sind. 

Der Vorteil an Rohstoffaktien liegt darin, dass die Partizipation am Rohstoffhandel direkt über das Wertpapierdepot bei der Bank oder einem Online-Broker möglich ist.

Zertifikate

Genau wie Rohstoffaktien können auch Zertifikate über das herkömmliche Wertpapierdepot gekauft oder verkauft werden. Einen weiteren Vorteil bieten Rohstoff-Zertifikate, indem sich Anleger mithilfe von Quanto-Zertifikaten vor Währungsrisiken schützen können, denn normalerweise werden Rohstoffe in US-Dollar notiert.

Auch bei Zertifikaten kann mit Hebel spekuliert werden. Allerdings gilt es allgemein beim Zertifikathandel zu beachten, dass es sich dabei um Schuldverschreibungen handelt. Geht die ausgebende Bank Pleite, verliert auch das Zertifikat seinen Wert.

ETFs, ETCs und Rohstofffonds

ETFs sind vor allem für Anleger interessant, die keinen Wert auf ein aktives Fondmanagement legen und einen kostengünstigen Investment-Zugang bevorzugen. ETFs werden nicht von einem Fondmanager betreut und folgen ausschließlich dem jeweiligen Index.

ETCs sind eine besondere Art von Zertifikaten. Dabei handelt es sich um besicherte und unbefristete Schuldverschreibungen. Sie eigenen sich vor allem für langfristige Anlagen.

Auch einige Rohstofffonds eignen sich gut als langfristige Investition. Zu beachten gilt es, dass bei den meisten Investmentfonds ein Ausgabenaufschlag gezahlt werden muss. Es gibt allerdings auch Fonds, die ohne Aufschlag gekauft werden können. Bei manchen Banken können Anleger auch über einen Sparplan in Rohstofffonds investieren.

Warenterminbösen

Warenterminbörsen gibt es vor allem für Agrarrohstoffe, landwirtschaftliche Erzeugnisse und Nutztiere. Die Waren werden an einer Warenterminbörse zu festgeschriebenen Terminen in der Zukunft gehandelt.

An den Warenterminbörsen geht es also um die echte Lieferung von Rohstoffen. Für Privatanleger sind Warenterminbörsen daher ungeeignet.



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