Seltene Erden – die begehrtesten Rohstoffe der Welt

Seltene Erden, auch unter dem Namen Seltenerdmetalle bekannt, sind die begehrtesten und damit auch die wichtigsten Rohstoffe der Welt. An den Rohstoffbörsen werden sie trotzdem nicht gehandelt.

Auch sind Seltene Erden in Wahrheit gar nicht so selten, wie ihr Namen vermuten lässt. Ihre Gewinnung bringt große Umweltprobleme mit sich und dennoch sind sie für Hochtechnologie-Produkte unverzichtbar und sind auch ein interessantes Anlageobjekt.

Was sind Seltene Erden?

Unter dem Begriff Seltene Erden werden 17 Metalle zusammengefasst, die alle relativ weich sind und eine silberne Farbe haben. Sie liegen hauptsächlich in den Mineralien Monazit und Bastnäsit vor. Erstmals gefunden wurden sie im 18. Jahrhundert und haben seitdem zunehmend an Bedeutung gewonnen.

Seltene Erden sind nicht selten

Obwohl der Name es vermuten lässt, sind die meisten Metalle der Seltenen Erden gar nicht selten. Tatsächlich gibt es von vielen Seltenen Erden größere Vorkommen als zum Beispiel von Blei. Selbst das seltenste Metall aus der Gruppe der Seltenen Erden, Thulium, kommt häufiger vor als Gold.

Gewinnung nicht ohne Umweltprobleme

Seltene Erden kommen in verschiedenen Ländern der Erde in großen Mengen vor. Haupterzeugerland ist China, gefolgt von Brasilien. Doch die Gewinnung dieser kostbaren Rohstoffe bringt große Umweltprobleme mit sich. Um die weichen Metalle aus dem Erz zu extrahieren, werden Säuren eingesetzt. Bei diesem Prozess entsteht ein hochgiftiger Schlamm, der diverse Giftstoffe, darunter auch radioaktive Stoffe wie Uran und Thorium, enthält.

Besonders im größten Erzeugerland China gibt es so gut wie keine Umweltauflagen zum Abbau Seltener Erden, sodass das Grundwasser und damit auch die Gesundheit der Menschen in Gefahr geraten. Schon heute gibt es in China riesige Abwasserseen, die zunehmend zum ökologischen und gesundheitsgefährdenden Problem werden.

Für viele Technologien unersetzlich

Dennoch sind Seltene Erden für viele Technologien unersetzlich. Experten gehen davon aus, das Seltene Erden schon bald Öl in seiner Bedeutung überholen werden.

Seltene Erde werden von der Herstellung von Mobiltelefonen, Computern, Bildschirmen, Hybridautos und Solaranlagen bis hin zu Technologien für Raumfahrt, Satelliten, Radarsystemen und Waffen in fast allen Hochtechnologien benötigt.

Für die Finanzindustrie von großem Interesse

Es ist also kein Wunder, dass Seltene Erden für die Finanzindustrie ein überaus interessantes Anlagethema ist und immer mehr Anleger ihr Portfolio durch Investitionen in Seltene Erden erweitern möchten.

Bei diversen Seltenerdmetallen können Anleger direkt in deren Oxide investieren. Die Lagerung der Oxide erfolgt meist direkt bei den Metallhändlern, die die Seltenerdmetalle zum Kauf anbieten.

Wesentlich einfacher und vor allem wesentlich risikoärmer für den Anleger ist die Investition in Aktien, Fonds, Index-Fonds ETFs oder Zertifikate.



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