Platin und Palladium – oft übersehen und doch im Aufwind

Platin und Palladium finden unter den Edelmetallen als Investment oft nur wenig Beachtung. Der Fokus der meisten Privatanleger richtet sich nach wie vor eher auf Gold oder Silber. Dabei ist Platin nach dem noch unbekannteren Rhodium und noch vor dem so bekannten Gold das zweitwertvollste Edelmetall und Palladium bot in den letzten 10 Jahren die beste Wertentwicklung aller Edelmetalle.

Platin – selten und zukunftsweisend

Platinvorkommen gibt es weltweit nur an ganz wenigen Orten und Platin ist 30-mal seltener als das so beliebte Gold. Aufgrund seiner enormen Stabilität bei hohen Temperaturen ist das seltene Edelmetall in vielen Industriezweigen äußerst begehrt.

In der Automobilindustrie spielt Platin eine extrem wichtige Rolle bei der Herstellung von Katalysatoren. Allein für die Katalysatorherstellung werden circa 33 Prozent des Gesamtbedarfs benötigt. Doch auch in der Medizintechnik, der Lasertechnik und der Raumfahrt ist Platin ein wichtiger Rohstoff.

Auch in Zukunft wird Platin eines der wichtigsten Edelmetalle bleiben, denn es wird ebenfalls dringend in der Brennstoff- und Wasserstofftechnik benötigt und ist damit für alle nachhaltigen klimaneutralen und klimafreundlichen Techniken zukunftsweisend.

Hauptförderländer des seltenen Edelmetalls sind Südafrika, wo rund 77 Prozent der Platinförderung stattfindet und Russland mit etwa 13 Prozent der weltweiten Fördermenge.

Doch nicht nur die industrielle Nachfrage nach Platin ist enorm, auch im Investmentbereich stieg die Nachfrage in den letzten Jahren rasant. Allein bei Barren und Münzen stieg die Nachfrage im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um sagenhafte 113 Prozent.

Palladium – mit steigender Nachfragetendenz

Palladium steht bei vielen Anlegern noch weniger im Fokus des Interesses als Platin. Dabei bot das Edelmetall in den vergangenen 10 Jahren insgesamt die beste Performance aller Edelmetalle.

In der Industrie wird Palladium hauptsächlich in der Autoindustrie, der Medizin- und Zahnmedizintechnik, aber auch der Elektrobranche sowie in der Luftfahrt und der Chemie benötigt. Die größte Nachfrage besteht mit rund 33 Prozent der Gesamtnachfrage in der Autoindustrie.

Ähnlich wie beim Platin sind auch für Palladium Russland und Südafrika die größten Produzenten. Zusammen mit Kanada entfallen auf diese drei Länder rund 87 Prozent der weltweiten Fördermenge. 

Experten rechnen für die Zukunft vor allem in der Autoindustrie mit einer stark ansteigenden Nachfrage nach Palladium. Erst im Mai ist der Palladiumpreis für eine Feinunze erstmals über 3000 US-Dollar gestiegen, denn schon heute übersteigt die Nachfrage das Angebot.

Für 2021wird sogar mit einem Rückgang der Palladiumproduktion gerechnet. Produktionsunterbrechungen und Rückgänge sind wie die jüngst geschehene Havarie in einer der russischen Minen auch in Zukunft weiterhin zu erwarten, sodass das Edelmetall auch für Anleger langfristig ein lohnenswertes Investment sein kann.



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