Die weltweit größten Goldminen

Traditionell gehört Gold zu den beliebtesten Geldanlagen, denn vor allem in Krisenzeiten gilt Gold als ein sicherer Hafen. Doch bis das begehrte Edelmetall in den Handel kommt, ist es ein weiter Weg.

Gold lagert in der Erdkruste. Es muss zunächst also von dem das Gold umgebenden Erz gelöst werden, bevor es als reines Edelmetall verwendet werden kann. Dies geschieht auf unterschiedliche Art in den großen Goldminen dieser Erde.

Wie Gold gefördert wird

Um Gold in großen Mengen zu fördern, gibt es verschiedene Verfahren. In den großen Minen wird das Edelmetall entweder im Tagebau oder im Untertagebau gewonnen.

Minen, die Gold im Tagebau fördern, bestehen in der Regel aus riesigen Arealen, die teilweise mehrere Quadratkilometer umfassen können. Untertagebau-Minen arbeiten indes wie beim klassischen Bergbau und schlagen senkrechte und schräge Schächte sowie waagerechte Stollen in die Erde, sodass ein verzweigtes unterirdisches Tunnelsystem entsteht, in dem das Gold gefördert wird.

Um das Edelmetall in seiner Reinform zu erhalten, wird das goldhaltige Gestein nach der ursprünglichen Methode zunächst maschinell zerkleinert und anschließend mit Wasser versetzt, sodass sich die darin enthaltenen Goldkörnchen auf dem Boden absetzen können.

Ein anderes Verfahren ist die Amalgation. Dabei werden die goldhaltigen Gesteinsschlämme mit Quecksilber versetzt, welches sich mit Gold zu Amalgam verbindet. Diese Methode wird meist in den kleineren Minen genutzt.

Die industrielle Goldförderung erfolgt indes meist durch eine Cyanidlaugung. Dabei wird das goldhaltige Gestein unter Zufuhr von Sauerstoff mit einer Natriumcyanid-Lösung berieselt, bis sich die enthaltenen Goldpartikel lösen.

Da diese Verfahren zur Goldgewinnung alle umweltschädlich sind, haben sich in den letzten Jahren zunehmend neue Methoden entwickelt, bei denen der Einsatz von gefährlichen Chemikalien umgangen wird. Dazu gehören das Wilfleyverfahren, das Knelsonprinzip und das JIG-Verfahren.

Die größten Goldminen der Welt

Werden die weltweit größten Goldminen in einem Ranking zusammengefasst, bezieht sich dies fast ausnahmslos immer auf die Fördermenge eines Jahres und nicht etwa auf die Goldvorkommen in den betreffenden Minen. Daher kann sich ein solches Ranking auch von Jahr zu Jahr ändern.

Definitiv zu den größten Minen dieser Welt gehören die Muruntau-Mine in Usbekistan, die Grasberg-Mine in Indonesien, die Goldstrike-Mine  und die Cortez-Mine  in den USA sowie die Pueblo Viejo-Mine in der Dominikanischen Republik.

In der Muruntau-Mine, der Grasberg-Mine sowie in der Pueblo Viejo-Mine wird das Gold im Tagebau gefördert. Die Muruntau-Mine besteht schon seit 1967 und hat mittlerweile riesige Ausmaße angenommen. In der Grasberg-Mine wird außer Gold auch noch Kupfer gewonnen. Dort gibt es auch die größten Goldvorkommen aller Minen.

Sowohl die Goldstrike-Mine, als auch die Cortez-Mine befinden sich im US-Staat Nevada. Eigentlich handelt es sich jeweils um drei Minen. Die Goldförderung erfolgt in beiden großen Minen sowohl im Tagebau, als auch untertage.



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