Lithium-Vorkommen nicht nur in Südamerika

Der zunehmende Bedarf an Lithium-Ionen-Akkus hat Lithium schnell zu einem der begehrtesten Rohstoffe werden lassen. Doch Lithium ist nicht nur für die Autoindustrie ein wichtiger Rohstoff. Das silberweiße Leichtmetall wird unter anderem auch dringend zur Herstellung von Glas, Keramik und Aluminium benötigt.

Die größten Vorkommen befinden sich in Südamerika. Doch auch Deutschland verfügt über riesige Lithium-Reserven, die in Zukunft kommerziell abgebaut und genutzt werden sollen.

Für die moderne Technik unverzichtbar

Die Entwicklung der sogenannten Lithium-Ionen-Akkus hat zu einem wahren „Lithium-Fieber“ geführt, denn das silberweiße Leichtmetall ist der wichtigste Bestandteil der langlebigen Batterien. Für moderne Kameras, Laptops, Smartphones und viele weitere elektronische Geräte sind diese Batterien unverzichtbar. Doch seit die Autoindustrie zunehmend auf Elektro-Autos mit Lithium-Ionen-Batterien setzt, ist das Metall bei vielen Rohstoffproduzenten hoch im Kurs und könnte in Zukunft enorm an Wert gewinnen.

Lithium ist das leichteste aller Metalle und kommt eigentlich recht häufig vor – allerdings meist nur in äußerst geringer Konzentration. Der Abbau und die Verarbeitung sind nicht ganz so einfach und unproblematisch, denn Lithium verursacht schon bei geringster Berührung schwere Verbrennungen und Verätzungen.

Lithium-Gewinnung in Südamerika

Die weltweit größten Lithium-Vorkommen gibt es in Südamerika. Genau zwischen den Ländern Bolivien, Argentinien und Chile liegt das sogenannte „Lithium-Dreieck“. Dort befinden sich in der Atacama-Wüste drei Salzseen, in denen sich das riesige Lithium-Reservoir befindet.

Zur Gewinnung von Lithium wird das Grundwasser in künstliche Becken gepumpt. Dort verdunstet das stark mineralhaltige Wasser, bis in mehreren Schritten letztendlich Lithium in gewünschter Konzentration enthalten ist. Das so gewonnene Lithium-Konzentrat wird dann als Lithium-Karbonat weiterverarbeitet.

Auf diese Weise kann nicht nur Lithium, sondern auch Kaliumchlorid gewonnen werden. Je nach Abbaugebiet wird im „Lithium-Dreieck“ das silberweiße Leichtmetall als Hauptprodukt und Kalium als Nebenprodukt gewonnen oder umgekehrt.

Lithium-Vorkommen in Deutschland

Lithium-Vorkommen gibt es überall auf dem Globus. Vielerorts ist Lithium jedoch nur in geringer Konzentration enthalten, sodass sich ein kommerzieller Abbau nicht lohnt.

Im Oberrheingraben, auf der Strecke von Basel bis hin zu Frankfurt am Main, wurde jedoch ein riesiges Lithium-Vorkommen gefunden. Mittlerweile wurde dieses in mehreren Forschungsprojekten weiter untersucht.

Inzwischen geht man von wirtschaftlich abbaubaren Reserven von rund 210000 Tonnen reinem Lithium aus, wenn dazu der heutige Stand der Technik zugrunde gelegt wird.

Der australische Rohstoffproduzent Vulcan Energy schätzt die Gesamtressourcen in diesem Gebiet auf etwa 3 Millionen Tonnen und hat sich bereits Explorationsgenehmigungen für 1,12 Millionen Tonnen Lithium gesichert.

Die Angaben über die vermuteten Ressourcen sind derzeit noch nicht vollständig gesichert. Doch legt man die Schätzungen von Vulcan Energy zugrunde, gehören die Lithium-Ressourcen im Oberrheingraben zu den drei größten Vorkommen Europas.



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