Die drei führenden Länder im Eisenerzabbau

Für die Industrie ist Eisenerz einer der wichtigsten Rohstoffe überhaupt. Ohne Eisenerz wären viele Industriezweige undenkbar. Ob es um den Bau von Gebäuden, Autos oder Brücken geht – Eisenerz ist für die Produktion von Stahl und Eisen unverzichtbar.

Eisenerz ist weltweit in der Erdkruste vorhanden. Es kommt also in vielen Ländern der Erde vor. Doch nicht überall ist der Abbau von Eisenerz ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, denn nicht überall sind die Vorkommen so groß, dass sich ein kommerzieller Abbau lohnen würde.

Weltweit erfolgt der Abbau von Eisenerz durch große Bergbaukonzerne, die den wichtigen Rohstoff weltweit fördern und exportieren. Zu den größten und wichtigsten Konzernen im Eisenerzabbau gehören der britisch-australische Bergbaukonzern Rio Tinto und der australische Rohstoffkonzern BHP Billiton.

Australien – das Land mit den größten Eisenerzvorkommen

Australien ist das Land mit den größten Eisenerzvorkommen der Welt. Auch der jährliche Abbau des wichtigen Rohstoffes ist mit rund 900 Millionen Tonnen pro Jahr in Australien derzeit mit Abstand die höchste Fördermenge weltweit. Dementsprechend wichtig ist auch der Eisenerzabbau für die australische Wirtschaft.

Die größten Vorkommen befinden sich im Bundesstaat Western Australia, wo auch fast 90 Prozent der australischen Förderung stattfindet.

Brasilien – das Land mit der weltweit größten Lagerstätte

Mit rund 400 Millionen Tonnen Eisenerz ist Brasilien das zweitgrößte Förderland. Im Amazonasurwald befindet sich auch die größte Lagerstätte der Welt. Es wird vermutet, dass dort noch rund 17 Milliarden Tonnen Eisenerz in der Erde lagern.

Neben Japan, Österreich und Italien exportiert auch Deutschland das notwendige Eisenerz vornehmlich aus Brasilien. Doch der Eisenerzabbau ist in Brasilien sehr umstritten. Im Amazonasgebiet wird das Erz in riesigen Tagebauminen gefördert und zerstört dort mehr und mehr die Umwelt.

Zudem wurde Brasilien bereits im Jahr 2015 von einer riesigen Umweltkatastrophe heimgesucht. Damals brach der Damm einer Eisenerzmine und es kam zu einer katastrophalen Umweltverseuchung in einem Gebiet, das in etwa der Größe Portugals entspricht.

China – eines der größten Förderländer, gleichzeitig auch das größte Abnehmerland

Wie bei der Förderung aller wichtigen Rohstoffe ist China auch bei der Eisenerzförderung ganz vorne mit dabei. Mit 340 Millionen Tonnen ist die Volksrepublik derzeit das drittgrößte Abbauland.

Doch China hat den Abbau von Eisenerz in den vergangenen Jahren stark reduziert, denn Eisenerz ist wie viele andere Rohstoffe für China ein beliebtes Spekulationsobjekt.

Noch 2011 wurden im Land der Mitte 1,2 Milliarden Tonnen Eisenerz abgebaut, sodass eine Verknappung die Preise treibt. Gleichzeitig ist die Volksrepublik China jedoch mittlerweile auch der größte Abnehmer von Eisenerz weltweit.



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