BHP Billiton – einer der weltweit größten Rohstoffkonzerne

Ein Investment in Rohstoffe ist immer auch mit Risiken verbunden. Rohstoffpreise unterliegen zum Teil erheblichen Schwankungen und sind sehr volatil. Andererseits sind natürliche Rohstoffe nur begrenzt verfügbar, doch insbesondere Edel- und Industriemetalle sowie wichtige Energieressourcen wie etwa Öl, Erdgas oder Kohle werden dringend benötigt.

Während Anleger bei einigen Rohstoffen wie etwa Gold oder Silber direkt in den physischen Rohstoff investieren können, ist dies bei vielen anderen Rohmaterialien nicht möglich.

Rohstofffonds oder Aktien von Bergbauunternehmen bieten Anlegern die Möglichkeit sich an diesen Firmen und der Entwicklung der globalen Rohstoffmärkte zu beteiligen und mit ein bisschen Geschick davon zu profitieren. Wer dazu in einen oder mehrere der großen Player auf dem Rohstoffmarkt investiert, tätigt damit eine recht sichere und häufig renditestarke Investition. Einer der größten Bergbaukonzerne weltweit ist das australisch-britische Bergbauunternehmen BHP Billiton.

Geschäftsfelder von BHP Billiton

Der britisch-australische Rohstoffkonzern BHP Billiton gewinnt und verarbeitet diverse Rohstoffe vor allem in Australien und in Nord- und Südamerika. Gegründet wurde das Unternehmen bereits 1885. Damals betrieb BHP in Australien ausschließlich Blei- und Silberminen.

Heute ist BHP Billiton einer der führenden Produzenten von Eisenerz und Kupfer. Daneben gehören auch der Abbau und die Verarbeitung von Erdöl, Erdgas, Nickel, Kalisalz und energetisch genutzter Kohle zu den Geschäftsbereichen des Konzerns.

Auch der Abbau und die Verarbeitung anderer Rohstoffe wie etwa Silber, Mangan oder Aluminium gehörten bis zum Jahr 2015 zum Betätigungsfeld von BHP Billiton. Inzwischen wurden diese Geschäftsbereiche jedoch in das eigenständige Unternehmen South32 ausgelagert.

Unternehmensstruktur und Aktie

Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich im australischen Melbourne. Die Unternehmensstruktur besteht aus den zwei Dachfirmen BHP Group Limited und der BHP Group Plc. Beide Dachfirmen haben jedoch eine gemeinsame Unternehmensführung und bilden wirtschaftlich eine Einheit.

Mit einer Marktkapitalisierung von 132 US-Dollar gehört BHP Billiton zu den größten Rohstoffkonzernen der Welt. Die Aktie des Rohstoffkonzerns gilt unter Experten aufgrund der recht hohen Dividende als relativ sicher und renditestark unter den Rohstoffaktien.

Bestehende Schadenersatzansprüche

Neben den beiden Dachfirmen BHP Group Limited und BHP Group Plc gehören diverse Beteiligungen zum Gesamtkonzern. So ist BHP unter anderem auch zu 50 Prozent an Samarco Mineraҫão beteiligt. Der brasilianische Minenkonzern betreibt vornehmlich den Abbau von Eisenerz im brasilianischen Amazonasgebiet.

Im Jahr 2015 kam es in Mariana zu einem folgeschweren Dammbruch, bei dem es zu einer riesigen Umweltkatastrophe durch ausströmende Gifte vom Eisenerzabbau kam und auch mehrere Todesfälle zu beklagen waren. 

Das Unternehmen Samarco Mineraҫão war für die Folgen des Unglücks verantwortlich und bis heute bestehen immer noch Schadenersatzansprüche in 2-stelliger Milliardenhöhe, für die auch BHP Billiton geradestehen muss.



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