Norge Mining – Exploration von kritischen Rohstoffen in Norwegen

Erst zu Beginn 2021ging eine Schlagzeile überall durch die Presse – in Norwegen wurde ein riesiges Vorkommen an Phosphaten, Vanadium und Titan entdeckt. Die Entdeckung der Ressourcen liegt zwar schon einige Jahre zurück, doch bis dato hatte sie kein großes Aufsehen erregt.

Die EU hat auch bisher noch kein sehr großes Interesse gezeigt und eine Beteiligung an der Finanzierung des Projekts blieb bisher ebenfalls aus, doch dafür hat das erst 2018 gegründete Bergbauunternehmen Norge Mining längst mit der Exploration im Dalane Gebiet in Norwegen begonnen. Die Ergebnisse lassen auf ein Megavorkommen seltener Rohstoffe hoffen, das die EU vor allem von Phosphatzulieferern unabhängig machen könnte.

Phosphate, Vanadium und Titan – in Zukunft noch wichtiger

Phosphate sind zur Herstellung von Düngemitteln unentbehrlich, während Vanadium zur Herstellung von Hochleistungsbatterien verwendet wird. Dabei erlangt das seltene Vanadium eine immer größere Bedeutung, denn Vanadium-Batterien sind den bisher populäreren Lithium-Ionen-Akkus in vielen Dingen weit überlegen.

So können sie schneller und häufiger aufgeladen werden, ohne dass dabei Leistung verloren geht und Vanadium lässt sich einfacher recyceln. Titan ist vor allem in der Stahlindustrie heiß begehrt.

Das Rohstoffvorkommen wurde lange unterschätzt

Nachdem ein neu entdecktes Phosphatvorkommen im Südwesten Norwegens zunächst nur das Interesse der norwegischen Universitäten und Geologischen Behörde NGU des Landes weckte, war noch nicht klar, um welch spannende und bedeutsame Entdeckung es sich dabei handelte.

Schon im Jahr 2012 wurde das gefundene Rohstoffvorkommen näher in Augenschein genommen. Doch die NGU ging damals noch von einem weitaus geringeren Ausmaß und Wert der Rohstoffvorkommen aus.

Mittlerweile ist klar, dass es sich bei dem norwegischen Rohstoffvorkommen wirklich um ein Megavorkommen seltener Rohstoffe handelt. Das Bergbauunternehmen Norge Mining hat die Exploration übernommen und spricht nach ersten Bodenproben von geschätzten 70 bis 80 Millionen Tonnen Erzgestein, in dem vor allem Phosphate enthalten sind.

Stimmen die Schätzung von Norge Mining wären die norwegischen Phosphatreserven damit die größten Reserven weltweit. Bislang wurden mit 50 Millionen Tonnen die größten Phosphatreserven in Marokko vermutet, gefolgt von China mit 3 Milliarden Tonnen.

Zu den riesigen Phosphatvorkommen sollen laut Norge Mining noch etwa 3,5 Milliarden Tonnen Erzgestein kommen, in denen circa 2,45 Millionen Tonnen Vanadium liegen. Zu den Titanreserven in dem rund 420 Quadratkilometer großen Gebiet machte Norge Mining bisher noch keine Angaben.

Wurde kurz nach der Entdeckung der Vorkommen vermutet, dass die Mineralisierung des Erzgesteins nur maximal 100 Meter in die Tiefe reicht, weiß man heute, dass diese mindestens durchgehend bis zu einer Tiefe von 2200 Metern reicht. Norge Mining hofft sogar, dass die Mineralisierung noch tiefer, womöglich bis zu 4500 Meter, reichen könnte.

Laut Aussagen von Norge Mining könnte mit der Förderung der seltenen Rohstoffe in 5 bis 6 Jahren begonnen werden.



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