Interessantes zu dem Seltene Erden Element Samarium

Für zahlreiche Produkte und industrielle Prozesse sind Seltene Erden unverzichtbar. Die meisten modernen Technologien wären ohne die 17 Elemente der Seltenen Erde nicht vorstellbar.

Samarium ist eines dieser wichtigen Elemente. Entdeckt wurde es erst Ende des 19. Jahrhunderts. Doch heute wird Samarium in vielen Industrien benötigt.

Samarium – ein Element der Seltenen Erden

Die Stoffgruppe der Seltenen Erden umfasst insgesamt 17 Elemente. Samarium ist eines dieser Elemente und kommt so wie alle Metalle der Seltenen Erden in seiner natürlich Form nicht als einzelnes Element vor.

Stattdessen ist Samarium in einigen Mineralien wie etwa Monazit, Bastnäsit oder Samarskit zusammen mit anderen Elementen der Seltenen Erden enthalten. Monazit kann zum Beispiel bis zu 1 Prozent Samarium enthalten.

Die Gewinnung von Samarium erfolgt mithilfe aufwendiger Technologie wie den Ionentausch oder die Solvent-Extraktion sowie der elektrochemischen Deposition.

Vielseitige Verwendung

Das gelblich silberfarbene Metall ist das härteste und das sprödeste Element aus der Gruppe der Seltenen Erden. In der Luft läuft Samarium an und es entzündet sich bei etwa 150 Grad Celsius.

Aufgrund seiner besonderen Eigenschaften wird Samarium vielseitig verwendet. So ist Samarium ein wichtiger Bestandteil in Samarium-Kobalt-Permanentmagneten oder in Glas, das Infrarotstrahlen absorbiert. Auch wird es in Röntgenlasern und Katalysatoren für die Produktion von Ethanol verwendet.

Ebenso ist Samarium bei der Herstellung von Kohlenstofflampen und als Absorber in Kernreaktoren unverzichtbar. Darüber hinaus wird es bei der Schmerzbehandlung bei Knochenkrebs erfolgreich eingesetzt.

Samarium ist in vielen kleinen technischen Geräten wie Diktiergeräten Walkmans, Kopfhörern oder Festplattenlaufwerken enthalten. Für dementsprechend viele Industriezweige ist Samarium daher unverzichtbar.

Wo Samarium zu finden ist

Für Samarium gilt, was für alle Elemente der Seltenen Erden gilt – so selten wie der Name suggeriert sind Seltene Erden nicht. Zu finden sind sie weltweit, doch gewonnen werden sie nur an wenigen Stellen dieser Erde.

Rund 95 Prozent aller Seltenen Erden werden in China gewonnen. Das größte Vorkommen von Samarium und anderen Seltenen Erden befindet sich in der Nähe der chinesischen Industriestadt Baotou in der Inneren Mongolei. Dort findet der Abbau in der riesigen Bayan-Obo- Mine statt.

Riesige Vorkommen doch Umweltprobleme durch die Gewinnung

Obwohl die Erzlagerstätte in der Inneren Mongolei nahezu 95 Prozent aller Seltenen Erden liefert, vermuten Experten, dass weltweit ein Vielfaches der produzierten Menge Seltener Erden in der Erdkruste vorhanden ist.

Die Experten gehen dabei derzeit von rund 100 Millionen Tonnen Seltener Erden aus und nicht wenige vermuten, dass Seltenen Erden in Zukunft eine ähnliche Bedeutung wie das Erdöl erlangen könnten.

Dass vielerorts kein Abbau erfolgt, liegt vor allem daran, dass die Gewinnung von Seltenen Erden große Umweltprobleme mit sich bringt. Die Elemente werden mithilfe starker Säuren aus dem Erzgestein extrahiert. Dabei entsteht giftiger Schlamm, der in künstlichen Teichen gelagert wird und für die Umwelt und die Menschen große Gefahren birgt.



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