Energiepreise: Preisexplosion auch bei Uran?

Die Energiepreisexplosion und auch ein möglicher Energieengpass durch den Ukraine-Krieg gehören im Moment täglich zu den Top-Themen. Dabei sind jedoch meist nur die Preise für Öl und Erdgas im Fokus. Doch auch die Uranversorgung könnte zumindest teilweise durch den Konflikt mit Russland in Gefahr sein und der Uran-Preis könnte ebenso wie der Preis für Öl und Gas schon bald enorm steigen.

Deutschland arbeitet zwar nach wie vor am Ausstieg aus der Kernenergie und will ungeachtet des Konflikts mit Russland, so wie geplant, die letzten drei Atomreaktoren schon bald vom Netz nehmen. Ganz anders sieht es jedoch in den meisten anderen Kernenergieländern und allen voran in den USA aus. Allein in den USA erzeugen nach wie vor mehr als 90 Anlagen Atomstrom und auch die meisten anderen Kernenergieländer investieren weiterhin in Atomkraft.

Uran ist umstritten, doch die Nachfrage steigt

Uran ist als Energieträger und als Investment zwar umstritten, Fakt ist jedoch, dass die Nachfrage nach Uran weiterhin steigen wird und vor allem Kleinanleger zunehmend auf Uran-Investments setzen.

Der Uranpreis geht daher schon seit längerer Zeit stetig nach oben und der Ukraine-Krieg wird auch nicht spurlos an dem Rohstoff Uran vorbeiziehen. Als Antwort auf die Sanktionen des Westens bereitet Russland längst einen Stopp des Rohstoffexportes in die westliche Welt vor.

Die Angst vor einem Rohstoffengpass wächst daher nicht nur in Deutschland. Dabei sind aber meist nur die Energieträger Erdöl und Erdgas im Fokus. Russland ist aber eines der rohstoffreichsten Länder weltweit und ein Ausbleiben der aus Russland importierten Rohstoffe kann in allen westlichen Ländern auf verschiedenen Märkten zu ernsten Problemen führen.

Uran aus Russland – in den USA sehr wichtig

Ein wichtiger Rohstoff im russischen Rohstoff-Portfolio ist Uran. Uran kommt zwar in zahlreichen Ländern vor, doch neben Kasachstan, Australien und Kanada gehört Russland zu den wichtigsten Uranförderländern.

Das Ausbleiben russischen Urans mag in Deutschland, wenn überhaupt, nur ein geringes Problem sein, die USA beziehen indes rund 20 Prozent ihres Uranbedarfs aus Russland – und das, obwohl auch in den USA Uran produziert wird.

Da viele Kernenergieländer die Atomkraft vorerst weiter ausbauen und ein Exportstopp durch Russland den Rohstoff weiter verknappen könnte, erwarten Experten auch beim Uran einen ähnlichen Preisanstieg wie bei Öl und Gas.

Vor allem in den USA könnten die Uranpreise entsprechend anziehen. Auch wenn die Vereinigten Staaten Öl- und Gaslieferungen aus Russland bis auf weiteres gestoppt haben, steht Uran aufgrund der relativ hohen Abhängigkeit des Landes von russischem Uran bisher nicht auf der US-Sanktionsliste. Obwohl  die Vereinigten Staaten selbst zu den bedeutenden Uranländern gehören, bezieht das Land rund 20 Prozent des benötigten Rohstoffs aus Russland.



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